Modafinil

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

Der Erfolg von Modafinil, einem weißen, kristallinen Pulver das 1999 erstmals hergestellt wurde, wird als Blaupause für die Etablierung eines sogenannten „cognitive enhancers“ im Markt bezeichnet. Modafinil ist ein Aufputschmittel, dem erhöhte Aufmerksamkeit nachgesagt wird.
Ursprünglich wurde das Medikament gegen die plötzlichen Schlafattacken von Narkoleptikern entwickelt. Die Wirkung besteht darin, das Modafinil bei Narkoleptikern die Schlafattacken um ca. eine pro Tag verringert.

Im Leistungssport sind Ermüdung und Erschöpfung sicherlich die größten Feinde von sportlichen Erfolgen.
Um dem entgegenzuwirken griffen einige Leistungssportler zu Modafinil um sich so einen illegalen Vorteil zu verschaffen. Bereits 2003 wurden Sportler des verbotenen Konsums überführt. Unter anderem der US Amerikanische Sportler Calvin Harrison (Weltmeister und Olympiasieger im Staffellauf) und Kelli White, eine aus den USA stammende Sprinterin.

Die größte Gefahr besteht bei Daueranwendung, da viele Konsumenten sich schnell an das regelmäßige „Tuning“ gewöhnen und so eine psychische Abhängigkeit entwickeln. In den USA wurde im Jahr 2008 bereits ein Umsatz von annähernd 1 Milliarde Dollar erzielt.

Nimmt ein gesunder Mensch Modafinil als Aufputschmittel, so wird sehr oft von einer Leistungssteigerung des Gehirns berichtet. Diverse Test mit Placebos und Modafinil resultierten immer in einer Leistungssteigerung des Kurzzeitgedächnisses der Modafinil Probanten und in einer Verminderung der Kreativität.

Modafinil wird heute unter anderem in der Kriegsführung eingesetzt um die Soldaten wach zu halten und konzentrierter zu machen. Auch ist bekannt, das es zur Überwindung des Jet-Lags bei viel-reisenden Personen verschrieben wurde.

Die Wirkung von Modafinil kann bis zu 12 Stunden andauern, dies ist eine längere Wirkungszeit als die von Amphetamin und Koffein.
Die Wirkung besteht unter anderem darin, die zentralen serotonergen Bahnen zu beeinflussen und damit die Effekte von Noradrenalin an zentralen alpha-1-Rezeptoren zu verstärken.

Die größte Gefahr besteht bei Daueranwendung, da viele Konsumenten sich schnell an das regelmäßige „Tuning“ gewöhnen und so eine psychische Abhängigkeit entwickeln.

In Deutschland fiel Modafinil bis Ende Februar 2008 unter das Betäubungsmittelgesetz. Seit März 2008 ist es als rezeptpflichtiges Medikament in der Apotheke zu beziehen.

Nebenwirkungen:

Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Übelkeit, Reizbarkeit, Zittern, Mundtrockenheit, Beeinträchtigung des Sprachvermögens, verminderte Kreativität, Unbehagen Aufgrund des Medikamentösen Dauerhochs, Schlafstörungen, Durchfall, Ödeme, Sexuelle Funktionsstörungen, Muskelzuckungen (Faszikulationen), Herzrhythmusstörungen, Erhöhung der Körpertemperatur

Anwendung / Dosierung:

100 – 200mg pro Session

Schwarzmarktpreise / Verfügbarkeit:

Modafinil ist per Rezept in der Apotheke zu beziehen und kostet 60-70 Euro pro 100 Tabletten mit 100mg Wirkstoff,

oder zwischen 80 und 100 Euro pro 100 Tabletten mit 200mg Wirkstoff.
Auf dem Schwarzmarkt wird es zwischen 50 und 120 Euro gehandelt und ist gut Verfügbar.

Fälschungen:

[keine Bekannt]

Synonyme:

Modafinilum, 2-[(Diphenylmethyl) sulfinyl]acetamid, 2-Diphenylmethyl-Sulfinyl-Acetamid, Modafinilrac

Handelsnamen / Hersteller:

Provigil / Cephalon, USA
Vigil / Cephalon GmbH, Deutschland
Modasomil / Globopharm AG, Schweiz

Chemische Informationen:Modafinil Molekularformel

Molekularformel: C15H15NO2S
Molekularmasse: 273,350 g·mol
Monoisotopische Masse: 273.082336 Da

2-[(Diphenylmethyl)sulfinyl]acetamid
Acetamide, 2-[(diphenylmethyl)sulfinyl]-